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Recap Horizons by heise #26: Souveränität heißt nicht für alle dasselbe

Am 8. September 2026 waren wir auf der Horizons by heise im Alten Rathaus in Hannover. Auf der Bühne wurde deutlich, wie unterschiedlich Konzern, Verwaltung und Mittelstand Souveränität verstehen.

Podiumsgespräch auf der Horizons 2026

Das Alte Rathaus in Hannover ist kein Kongresszentrum. Keine endlosen Gänge, keine Halle, in der man sich verliert. Man läuft sich zwangsläufig ein zweites Mal über den Weg und führt das Gespräch weiter, das zwei Stunden vorher abgebrochen ist.

Genau deshalb war die Horizons by heise #26 am 8. September 2026 für uns ein guter Tag.

Das Panel: drei Perspektiven auf ein Wort

Auf der Horizons Stage saß unser Geschäftsführer Simon Künzel um 12:15 Uhr im Panel „Daten im Griff: Souveränität als Wettbewerbsvorteil", gemeinsam mit Pamela Krosta-Hartl (ZenDiS), Katja Garcia Vila (MTU Aero Engines) und Cord Gatzka (Deutsche Bahn). Moderiert hat Bastian Brunotte (Digital Mindset).

Was die Runde deutlich gemacht hat: Ein Industriekonzern, die öffentliche Verwaltung und ein mittelständisches Softwarehaus meinen mit Souveränität nicht dasselbe. Für den einen geht es um Exportkontrolle und Schutz von Konstruktionsdaten, für die andere um Beschaffung und Open Source, für das dritte um die schlichte Frage, wer im Ernstfall an die Systeme kommt.

Solange das nicht ausgesprochen ist, redet die Debatte an sich selbst vorbei. Wer im Vertrieb erlebt hat, wie zwei Gesprächspartner dasselbe Wort benutzen und Verschiedenes meinen, kennt den Effekt.

Panel „Daten im Griff: Souveränität als Wettbewerbsvorteil
Das Panel „Daten im Griff: Souveränität als Wettbewerbsvorteil" – mit Pamela Krosta-Hartl, Katja Garcia Vila, Simon Künzel, Cord Gatzka und Bastian Brunotte.

Am Stand: vom Schlagwort zur Frage

Am Stand haben Florian Helbig und Achilleas Anastasiadis den Tag über genau diese Übersetzungsarbeit gemacht. Vom Schlagwort zur konkreten Frage: Wo liegen die Daten? Wer kommt im Ernstfall dran? Und was passiert, wenn wir wechseln wollen?

Dass daneben ein Greifautomat voller Eis stand, hat dabei mehr geholfen als jede Präsentation. Es ist schwer, förmlich zu bleiben, während man zum dritten Mal danebengreift. Unser Claim dazu: „Mehr Nervenkitzel gibt es bei uns nicht." Für kritische Infrastruktur ist das ein Versprechen, kein Scherz.

Die vier Fragen vom Stand haben wir im Juli aufgeschrieben: Souverän ist, was prüfbar ist.

Gespräche am kyberio-Stand auf der Horizons by heise 2026 Publikum vor dem kyberio-Stand, Horizons 2026 Besucher am kyberio-Stand, Horizons 2026 Blick in das Atrium des Alten Rathauses während der Horizons by heise 2026 Blick von oben auf die Ausstellungsfläche der Horizons by heise 2026

Was wir mitnehmen

Die Frage ist nicht mehr, ob digitale Souveränität ein Thema ist. Die Frage ist, wer im Unternehmen eigentlich darüber entscheidet. Diese Antwort war deutlich seltener zu hören.

In vielen Häusern liegt das Thema zwischen IT, Einkauf und Geschäftsführung – und damit nirgends. Wer es einer Rolle zuordnet, kommt schneller zu Entscheidungen als der Wettbewerb, der noch sortiert.

Wir führen das Gespräch gern weiter, in Ruhe und ohne Messegeräusch. Sprich uns an – oder komm am 6. Oktober 2026 zur Cloud & AI Night nach Hannover.