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Trust Advisor statt Trusted Advisor: der 8. Systemhaus Dialog bei kyberio

Am 20. August 2026 war der Systemhaus Dialog 2030 des eco bei uns im Rechenzentrum in Hannover zu Gast. Fünf Stunden über Souveränität, Cyber-Resilienz und die Frage, womit ein IT-Dienstleister in Zukunft Geld verdient.

Begrüßung beim Systemhaus Dialog 2030 im kyberio-Rechenzentrum in Hannover

Am 20. August 2026 haben wir gemeinsam mit dem eco – Verband der Internetwirtschaft den achten Systemhaus Dialog ausgerichtet, bei uns im Rechenzentrum Am Mittelfelde in Hannover. Von 13 bis 18 Uhr, mit bewusst begrenzter Teilnehmerzahl.

Eingeladen waren Geschäftsführerinnen, Geschäftsführer und Bereichsleitungen von mittelständischen Systemhäusern, MSPs und regionalen Cloud-Anbietern. Also genau die Leute, die entscheiden, worauf die Software ihrer Kunden in fünf Jahren läuft.

Vom Trusted Advisor zum Trust Advisor

Unser Geschäftsführer Simon Künzel hat den Impuls zur digitalen Souveränität gehalten. Seine These: Der Trusted Advisor war gestern. Heute braucht es den Trust Advisor – jemanden, für den Vertrauen das Kernhandwerk ist, nicht das Beiwerk.

Der Ausgangspunkt ist unbequem. Der IT-Stack ist stark industrialisiert, Monokulturen und Abhängigkeiten prägen den Markt. Simons Bild dazu: Wir müssen diesen Stack renaturieren.

Das heißt nicht, dass jeder alles selbst bauen muss. Souveränität ist nicht Autarkie. Es geht darum, eigenständig handlungsfähig zu bleiben, statt andere entscheiden zu lassen.

Vier Fragen, an denen sich alles entscheidet

  • Infrastruktur: Wem gehört das Rechenzentrum?
  • Jurisdiktion: Welches Recht greift im Ernstfall?
  • Kontrolle: Wer hat Zugriff?
  • Transparenz: Lässt sich das unabhängig prüfen?

Wer diese vier Fragen beantworten kann, verkauft kein Produkt, sondern Freiheit für seinen Kunden. Souveränität ist damit keine lästige Pflicht, sondern die nächste Wertschöpfungsstufe für IT-Dienstleister.

Ausführlicher stehen die Fragen im Beitrag Souverän ist, was prüfbar ist.

Bildschirm mit dem Programm des Systemhaus Dialog 2030 neben dem kyberio-Leuchtschriftzug Teilnehmende verfolgen einen Vortrag beim Systemhaus Dialog 2030 Vortrag mit Präsentation beim Systemhaus Dialog 2030 Gespräche in der Pause beim Systemhaus Dialog 2030

Das Programm: sechs Praxisbeiträge an einem Nachmittag

Nach der Begrüßung durch Simon Künzel, Felix Höger und Michael Hase (eco) und der Einführung zu den aktuellen Herausforderungen für Systemhäuser und MSPs folgten die Praxisbeiträge:

  • Cyber-Resilienz und NIS2/KRITIS – Andreas Knols, enthus
  • Value Creation Plan – Mike Wagner, Grouplink
  • Transformationspartner-Ansatz – Tim Cappelmann, AirITSystems
  • KI in IT-Services – Julian Funke, IT-P
  • KI-Integration und Handlungsfreiheit – Dr. Gunnar Schomaker, Universität Paderborn

Wie eng diese Themen zusammenhängen, wurde im Verlauf des Nachmittags deutlich: Wer Cyber-Resilienz nachweisen muss, landet bei der Frage nach dem Betrieb. Wer KI in Services bringt, landet bei der Frage, wo die Modelle laufen. Und beide Wege enden bei denselben vier Fragen.

Wer den NIS2-Teil vertiefen will: Warum die Anforderungen auch bei nicht betroffenen Anbietern ankommen, steht im Beitrag zur Lieferkette.

Danke

Danke an Michael Hase und das gesamte eco-Team für die Organisation und an die Mitreferenten Tim Cappelmann, Mike Wagner, Dr. Gunnar Schomaker, Andreas Knols und Julian Funke für den Austausch. Und an alle Gäste, die bis zum Schluss diskutiert haben, statt früher zum Auto zu gehen.

Du willst die vier Fragen für deine eigene Infrastruktur beantworten – oder dir ansehen, wo die Systeme deiner Kunden liegen würden? Sprich uns an.