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„Brain off? KI on!“ — und genau darin liegt das Risiko

Zehn Vorträge, je zwanzig Folien, je zwanzig Sekunden: Beim VIEWMASTER des Marketing-Clubs Hannover ging es um Künstliche Intelligenz aus zehn Blickwinkeln. Unser Beitrag hieß „Souveräne KI — warum der Standort wieder zählt“.

Die Referentinnen und Referenten des VIEWMASTER stehen gemeinsam auf der Bühne des Hörsaals

Am 26. Januar 2026 startete der Marketing-Club Hannover mit seinem Neujahrsempfang ins Jahr: VIEWMASTER, im Großen Hörsaal am Campus Linden der Hochschule Hannover. Das Format ist streng — zehn Vorträge, jeder zwanzig Folien, jede Folie zwanzig Sekunden. Wer abschweift, verliert.

Das Motto: „Brain off? KI on!" Zehn Stimmen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Marketing und Kreativpraxis, von Human-Centered AI über KI im medizinischen Alltag bis zur Lage der Filmschaffenden. Unser Beitrag hieß „Souveräne KI — warum der Standort wieder zählt".

Das Motto beschreibt das eigentliche Risiko

„Brain off, KI on" war als Zuspitzung gemeint — trifft aber genau den Punkt. Der Abend hat gezeigt, wie viel KI heute schon kann. Und nebenbei, wie schnell wir bereit sind, Verantwortung an Systeme auszulagern, die wir weder kontrollieren noch verstehen.

KI ist kein Fortschritt, wenn sie nur neue Abhängigkeiten schafft. Und sie ist kein Standortvorteil, wenn wir sie blind einkaufen, statt sie selbst zu beherrschen.

Blick aus dem Publikum auf die Leinwand mit dem Vortragstitel „Souveräne KI – Warum der Standort wieder zählt“

Wo Souveränität nicht entsteht

Nicht durch Beteiligungsgrafiken. Nicht durch Cloud-Labels. Nicht durch politische Beruhigungsbegriffe.

Sie entsteht dort, wo eine Organisation technisch, rechtlich und operativ allein handlungsfähig bleibt — und wo nachhaltig gearbeitet und gewirtschaftet wird.

Open Source ist dabei kein Selbstzweck, so wie proprietär per se kein Makel ist. Entscheidend ist eine andere Frage: Wer kontrolliert im Zweifel die Updates, wer kann Zugriffe sperren — und wer haftet?

Ein Abend, der eingeordnet hat

Der VIEWMASTER war wohltuend, weil er KI nicht gefeiert, sondern eingeordnet hat — und weil er sichtbar gemacht hat, wie breit das Thema in der Region Hannover schon bearbeitet wird. Zwischen Hochschulforschung, Steuerberatung, Medizintechnik, Handwerk und Film lagen an diesem Abend jeweils zwanzig Folien.

Ein besonderer Dank geht an Uwe Berger für zehn Jahre als Präsident des Marketing-Clubs Hannover e. V. — und für dieses Event, das ein würdiger Abschluss dieser Phase war.

Simon Künzel im Gespräch mit dem Moderator auf der Bühne Die Referentinnen und Referenten des VIEWMASTER stehen gemeinsam auf der Bühne des Hörsaals

Wie wir KI-Infrastruktur in Deutschland aufbauen, steht auf der Seite zu KI. Womit sich ein Anbieter prüfen lässt, in Souverän ist, was prüfbar ist.

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