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Proxmox VE 9.2: Dynamic Load Balancer und mehr für deine Private Cloud

Proxmox hat am 21. Mai 2026 die Version 9.2 veröffentlicht. Der neue Dynamic Load Balancer verteilt Gäste automatisch im Cluster, das SDN lernt WireGuard und BGP.

Drei Plattformen mit Server-Würfeln, ein Würfel wechselt auf einer grünen Bogenlinie die Plattform

Am 21. Mai 2026 hat Proxmox die Version 9.2 des Virtual Environment veröffentlicht. Sie folgt auf 9.1 und bringt vor allem eine Funktion, auf die Betreiber größerer Cluster lange gewartet haben.

Die Basis bilden Debian 13.5 „Trixie", Kernel 7.0, QEMU 11.0, LXC 7.0 und ZFS 2.4. Ceph steht in den Versionen Tentacle 20.2 und Squid 19.2 bereit.

Dynamic Load Balancer

Neu ist ein Lastverteiler, der die Platzierung von Gästen im Cluster fortlaufend bewertet. Er bezieht die tatsächliche Ressourcennutzung in jede Entscheidung ein und kann virtuelle Maschinen und Container automatisch migrieren, wenn ein Knoten aus dem Gleichgewicht läuft.

Dabei gelten die vorhandenen HA-Regeln weiter. Der Balancer verschiebt also nicht gegen die Vorgaben, die du für Affinität oder Standortbindung gesetzt hast.

Im Betrieb spart das die Handarbeit, die bisher nach jedem Wachstumsschritt anfiel: Verteilung prüfen, Gäste umziehen, Reserven nachjustieren.

SDN, CPU-Modelle und Wartungsfenster

Das Software Defined Network unterstützt nun WireGuard und BGP nativ. Dazu kommen Filterung für BGP und EVPN über Route Maps und Prefix Lists, die Umverteilung von OSPF-Routen und IPv6-Underlay für EVPN. Damit lassen sich verschlüsselte Standortkopplungen und dynamisches Routing im Cluster abbilden, ohne daneben eine zweite Netzwerkwelt zu betreiben.

Eigene CPU-Modelle lassen sich jetzt direkt in der Weboberfläche anlegen und verwalten. Ein Auswahlfeld zeigt, welche CPU-Flags auf allen Knoten des Clusters verfügbar sind. Das verhindert die Migrationsfehler, die entstehen, wenn ein Knoten ein Flag nicht kennt.

Für Wartungsfenster gibt es HA Arm/Disarm: Der HA-Manager lässt sich clusterweit deaktivieren, während der Status der HA-Ressourcen erhalten bleibt. Wer schon einmal ein Wartungsfenster mit einem eifrigen HA-Manager erlebt hat, weiß, warum das nützlich ist.

Was das für Softwarehäuser bedeutet

Seit dem Lizenzwechsel bei VMware ist ein offener Hypervisor keine Notlösung mehr. Funktionen wie automatische Lastverteilung, dynamisches Routing und eine saubere Cluster-Verwaltung gehören zu dem, was in Ausschreibungen abgefragt wird. Proxmox VE liefert sie ohne Lizenzkosten für die Plattform.

Für dich als Softwareanbieter zählt vor allem die Planbarkeit: Die Kosten hängen an Hardware und Betrieb, nicht an einem Lizenzmodell, das sich jährlich ändern kann. Welche Wege es von VMware aus gibt, haben wir in der Übersicht zur VMware-Migration beschrieben.

Bei kyberio ist 9.2 im Einsatz. Wir aktualisieren Produktivsysteme nach erfolgreicher Prüfung und stimmen den Termin vorher mit dir ab. Ein Upgrade, von dem du erst durch die Release Notes erfährst, ist keins.

Was jetzt zu tun ist

  • Prüfe, ob dein Cluster von automatischer Lastverteilung profitiert, vor allem bei ungleich ausgelasteten Knoten.
  • Sieh dir an, ob WireGuard im SDN eine bestehende Kopplung zwischen Standorten vereinfacht.
  • Lege ein gemeinsames CPU-Modell fest, wenn deine Knoten unterschiedliche Generationen haben.
  • Plane Wartungsfenster künftig mit HA Arm/Disarm statt mit manuellen Ausnahmen.

Du willst eine Proxmox-Umgebung, die jemand anderes betreibt, überwacht und aktualisiert? Wir betreiben dedizierte Proxmox-Cluster in unseren Rechenzentren in Deutschland, auf Wunsch über zwei Verfügbarkeitszonen verteilt. Wenn du heute noch auf VMware läufst: So sieht der Weg aus, um von VMware zu Proxmox VE zu wechseln. Lass uns über deine Umgebung sprechen.